|
Ein Zeitungsbericht der Aachener Zeitung über die Präsentation des Aachener TSC Blau-Silber Zitat Beginn TSC Blau-Silber wagt den Neuanfang
Das Ziel der kommenden Saison in der zweiten Bundesliga der Lateinformationen kann nur der Klassenerhalt sein
Aachen. Die Musik ist jung und frisch und passt zu diesem Team. Denn mit durchschnittlich 23,5 Jahren ist die aktuelle Formation die jüngste seit über vier Jahren. Zwar haben die Tänzer durchschnittlich bereits 5,4 Formationsjahre „auf dem Buckel“, doch bis auf vier kommen alle aus niedrigen Ligen. Und so ist die Saison 2012 für den Aachener TSC Blau-Silber beinahe so etwas wie ein Neuanfang. „Wir wollen uns konsolidieren und die Mannschaft in dieser Saison neu aufbauen“, gibt ATSC-Cheftrainerin Kerstin Hering als Ziel nach dem Generationenwechsel aus. Und so kann auch das Ziel der Nachwuchsmannschaft für die am 7. Januar in Ludwigsburg beginnende Saison in der zweiten Bundesliga der Lateinformationen nur Klassenerhalt lauten, um in der folgenden Saison mit mehr Erfahrung erneut den Aufstieg in Angriff zu nehmen.
Die vergangene Bundesliga-Saison war enttäuschend für die Aachener gelaufen: Von Beginn an lagen sie auf dem letzten Platz. Ihre Choreographie „Viva la vida“ hatte trotz schöner Synchronität nicht den entsprechenden Anklang gefunden. Doch beim ATSC geht man den einmal eingeschlagenen Weg weiter, hat „Viva la vida“ weiterentwickelt.
„Wir haben die Choreographie, das Bildmaterial und das Aussehen des Teams überarbeitet“, erläutert Thomas Rath, der die Verantwortung an Kerstin Hering weitergab, aber gemeinsam mit ihr, Bernhard Liebenhoff und Ton Greten das Team trainieren wird. Während Hering neben dem Gesamtkonzept der Musik und Choreographie für die Gesamtkoordination der Formationen verantwortlich ist, liegt der Schwerpunkt bei Rath auf der Entwicklung der Choreographie sowie des Schritt- und Bildmaterials. Und während Ton Gretens Schwerpunkt die Ausarbeitung der Choreographie ist, gibt der sonst so „nette Herr Liebenhoff“ den „Schleifer“ und sorgt für die Synchronität.
„Wir wollten schon vergangene Saison eine organische Bildentwicklung zeigen. Dabei bewegen sich beispielsweise alle Tänzer in eine Richtung. Diese Idee haben wir weiterentwickelt und noch klarer herausgestellt, so dass die Choreographie frischer wirkt“, erläutert Rath. Zudem wurde das Schrittmaterial überarbeitet und wirkt nun deutlich plakativer.“
Auch das Outfit wurde komplett verändert: „Unser lila Kleid der vergangenen Saison war sehr schön, wirkt aber nicht aus der Entfernung“, bedauerte Mental-Coach Arne Barinka. Das neue Outfit in einem orange-roten Ton mit gelben Akzenten, das Anke Wery schneiderte, ist deutlich auffallender, aber auch deutlich gewöhnungsbedürftiger.
Seit Juni arbeitet die Formation an der Choreographie. „In unserem Trainingslager zu Pfingsten haben wir die Choreographie vorgestellt, probiert und umgestellt. Und es ist gut, dass sich das Team an einem Wochenende nur darauf konzentrieren kann“, blickt Hering auf die Arbeit der vergangenen Monate zurück. Das zweite Trainingslager wurde genutzt, um die Choreographie auszutrainieren. „Das ist immer hart, da weiß man hinterher nicht, wie man das Wochenende überstanden hat“, weiß die neue ATSC-Cheftrainerin aus eigener Erfahrung, denn zwischen 1995 (damals bei Schwarz-Gelb Aachen) und 2009 tanzte sie selbst aktiv in der Lateinformation und wurde mit dem Team u.a. 1998 Weltmeisterin.
„Viva la vida“ steht für Lebensfreude, und die brachte die neu zusammengestellte Lateinformation auch bei der Präsentation mit Temperament und Begeisterung rüber. Deutlich wurde allerdings auch, dass das Team 2012 in der tänzerischen Qualität noch Luft nach oben hat. „Der tänzerische Anspruch auf technische Raffinesse wurde in Teilen heruntergeschraubt, dafür aber in Dynamik und Ausdruckskraft nach oben angezogen“, umschreibt es das ATSC-Trainerteam. Neben dem neuen Formationskapitän Dirk Laschet haben nur Heiko Samlowski, Vanessa Müller und Henrike Windorf A-Team-Erfahrung.
Wie stark Liga 2 in der neuen Saison sein wird, ist schwer zu einzuschätzen. Neben Blau-Silber sind Mit-Absteiger Backnang sowie die Aufsteiger Bochum und Velbert B neu in der Liga, wo man auf FG TanzsportAachen/TD TSC Düsseldorf Rot-Weiß B, den 1. TC Ludwigsburg, Residenz Ludwigsburg und Nürburg treffen wird.
„Wir wollen uns konsolidieren und die Mannschaft in dieser Saison neu aufbauen.“
ATSC-Cheftrainerin Kerstin Hering
Zitat Ende
Zuletzt geändert von Telespin am Fr 23. Dez 2011, 21:02, insgesamt 1-mal geändert.
|